Reise des Sophie-Barat-Chores nach Valencia im April 2012

Und am 12. April 2012 ist es endlich soweit – der heiß ersehnte Besuch in Spanien steht vor der Tür. Am Morgen treffen wir uns alle am Flughafen, es geht bald darauf nach Mallorca. Von dort aus nur noch mit dem Flieger zum Ziel. Angekommen in Godella, einem Vorort von Valencia, werden wir stürmisch begrüßt – Plakate, Fahnen und Geschrei. Manche kennen ihre Gastschüler schon, andere müssen sich auf jemand Neuen einstellen. Unsere Gasteltern bringen uns gleich zur Schule, dem Colegio Sagrado Corazón: hier geht der Großteil unserer Spanier zur Schule. Gleich darauf werden wir Schüler durch Godella geführt. Bis es anfängt zu regnen, was für uns Hamburger ja nichts Ungewöhnliches ist. Abends haben wir dann Zeit, unsere Gastfamilien besser kennen zu lernen. Was uns gleich auffällt: die Spanier essen Abendbrot erst um 22 Uhr. Niemand geht vor Mitternacht schlafen. Aber für uns werden sogar Ausnahmen gemacht – die Reise war anstrengend genug. Am nächsten Tag treffen wir uns gleich um 8 Uhr am Bahnhof.

Geplant ist eine Tour durch Valencia. Das Wetter scheint gut zu werden, die Sonne scheint, der Himmel ist von einem einladenden Blau. Der Leiter des Orchesters übernimmt die Führung und erklärt uns alles, was wichtig ist. Zwischendurch bekommen wir kurz Zeit, um uns selber auf den Weg zu machen. Den ganzen Tag auf den Beinen, müssen wir aber gleich noch zur Probe. Diese findet in der Schule statt. Wir singen unsere Lieder, das Orchester begleitet an einigen Stellen. Am Freitag wird der Strandausflug verschoben, stattdessen gehen wir zur „Ciudad de las Artes y las Ciencias“. Danach dürfen wir shoppen gehen – das Einkaufszentrum ist so riesig, dass man in den zwei Stunden nicht einmal die Hälfte schafft.

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Am Nachmittag gibt es noch eine kurze Probe, bevor das Konzert in der Schule beginnt. Ein großes Publikum ist erschienen, ganz viele Gastfamilien sind da, um ihre Kinder und ihre Gäste singen oder spielen zu hören. Am Ende gibt es einen kräftigen Applaus. Abends wird dann zusammen im Restaurant gegessen.Am Nachmittag gibt es noch eine kurze Probe, bevor das Konzert in der Schule beginnt. Ein großes Publikum ist erschienen, ganz viele Gastfamilien sind da, um ihre Kinder und ihre Gäste singen oder spielen zu hören. Am Ende gibt es einen kräftigen Applaus. Abends wird dann zusammen im Restaurant gegessen.

Darauf folgt, worauf wir uns alle schon den ganzen Tag lang freuen: es gibt ein großes Straßenfest in Valencia. Dafür wird für uns extra ein großer Reisebus gemietet, damit wir auch alle sicher zum Ziel kommen. Immerhin ist es schon 23 Uhr, als wir uns endlich auf den Weg machen. Der Reisebus mutiert zum Partybus. Die Spanier machen es vor und stimmen diverse Reiselieder an. Wir halten kräftig dagegen. Schließlich kommen wir an. Die Musik ist schon von Weitem zu hören. Jugendliche, aber auch Erwachsene tanzen auf der Straße, vor einer großen Bühne mit bunten Scheinwerfern. Wir stürzen uns alle mitten ins Getümmel. Wir haben Riesenspaß und tanzen noch bis 3 Uhr. Dann bringt uns der Bus sicher zurück nach Godella.

Wer feiern kann, muss auch arbeiten können. Trotz der kurzen Nacht steht am nächsten Morgen für uns die Mitgestaltung einer Messe in Alboraya an. Das Wetter ist herrlich und dieser Sonntagmorgen wird zu einem schönen Ereignis für den Chor. Zum Mittagessen dürfen wir uns in der Schule mit einer leckeren Paella stärken. Anschließend wird der Strandausflug vom Samstag nachgeholt. Es ist ein bisschen windig, doch die Sonne kommt immer wieder zwischen den Wolken hervor, so dass einige Mutige von uns sich sogar in die Wellen stürzen. Außerdem findet eine Revanche statt: Fußball, die Deutschen gegen die Spanier. Bis heute sind wir uns nicht ganz einig, wer gewonnen hat. Am Abend treffen sich kleinere Gruppen, doch allzu lange halten wir nicht durch: wir sind einfach zu müde.

Am Montagmorgen treffen wir uns erneut zum Fußballspielen im Park. Alle strengen sich ordentlich an, doch auch das Ergebnis dieser Partie ist unbekannt. Es gibt noch ein letztes spanisches Mittagessen für uns, ehe wir von unseren Gastfamilien zum Flughafen gebracht werden. Es ist schon wieder Zeit Abschied zu nehmen. Vielen fällt es schwer, das neue „Familienmitglied“ gehen zu lassen. Es fließen sogar einige Tränen. Man weiß ja nicht, wann man sich wieder sieht. Dennoch verabreden sich viele, sich im nächsten Jahr, oder auch schon diesen Sommer wieder zu besuchen. Rundum war es ein gelungener Austausch. Wir haben viel erlebt, gesehen und neue Freunde gefunden.